Nikon: “kein Profi benutzt Sony” – Ira Block sieht das sicher anders

Ira Block - National Geographic
Ira Block - National Geographic

Sonyalpharumors berichtete kürzlich, dass Goto Teng von Nikon tatsächlich in einem Interview behauptete kein Profi würde Sony, Olympus oder Fuji Kameras verwenden – National Geographic Fotograf Ira Block sieht das sicher anders.

Die Sorgfalt verlangt es zu betonen, dass er genau genommen sagte, “nur ein kleiner Teil” der professionellen Fotografen würde Kameras dieser Hersteller verwenden.

Nichtsdestotrotz ist es so, dass ein nicht unerheblicher Teil der professionellen Fotografen Kameras der genannten Hersteller nutzt. Zudem gab es gerade mit den spiegellosen Sony Kameras der A7R & A7S Serie einen regelrechten Boom in den letzten Jahren. Auch unter namhaften Profis.

 

Ira Block – National Geographic Fotograf der alten Schule

Einer dieser Profis ist Ira Block, National Geographic Fotograf seit über 40 Jahren. Mit Sicherheit würde niemand, der den Werdegang von Ira Block ansatzweise kennt, auf die Idee kommen zu behaupten er wäre kein Profi.

Er fotografierte seit Mitte der siebziger Jahre für renommierte U.S. Magazine wie Time, Life und auch Sports Illustrated. Selbst für den Stern und das deutsche Geo Magazin arbeite er in der Vergangenheit.

 

Profitips in New York City

In einem kurzen Video hat nun Chelsea Northrup die Gelegenheit mit der Fotografenlegende ein bisschen durch seine Heimatstadt New York zu streifen, um ein paar Aufnahmen zu machen und dabei über Fotografie zu fachsimpeln.

Und selbst bei diesen kurzen 5 Minuten saugt man als Fotoenthusiast geradezu jedes Silbe auf. Aus jedem Statement, das Ira von sich gibt, spricht jahrzehntelange Erfahrung. Man erwischt sich zwangsläufig dabei, wie man in Gedanken versucht konkrete Tips zu extrahieren.

 

What’s in my bag – mit Ira Block

Zum Beispiel führt er aus, dass er früher mangels Zoom Optiken gleich 3 Kameras mit sich trug. Heute erledigt er jedoch mit einer 24-70mm Optik fast 90% seiner Arbeit. Zudem erklärt er, dass viele Fotografen mit Zoom Optiken den Fehler machen, immer im Tele zu sein, anstatt wieder ganz weitwinkelig zu werden. Denn so würde man sich selbst zwingen, sich dem Bildmotiv physisch zu nähern und so vielleicht eine noch bessere Perspektive zu entdecken. Selbst wenn man mit einem Zoom Objektiv arbeitet.

Bei dieser Gelegenheit bekommen Chelsea und Tony Northrop ganz unverhofft ein kurzes “What’s in my bag” von Ira Block höchstpersönlich. Das Ergebnis: er hat ein 70-200mm G-Master dabei, sowie ein 16-35 f4 und das 24-70mm auf der Kamera. Zudem führt er ein kleines Tischstativ mit, dass er bei Bedarf nutzt, um die Kamera (zum Beispiel gegen eine Wand) zu stabilisieren, wenn es die Verschlusszeit erfordert.

Das mag kein besonders ungewöhnliches Setup sein, trotzdem ist es schon ein bisschen aufregend, wenn ein so renommierter Fotograf in seine Fototasche blicken lässt.

 

Bildkompositionen – Der Schalter im Kopf

Ein interessantes Detail ist seine Wahrnehmung in seiner Heimatstadt New York. Sonst betrachtet er Bilder immer auch mit einem professionellen Auge. Nur hier in New York tut er das nicht und muss sich bewusst dazu zwingen und in seinem Kopf einen Schalter umlegen, wenn er Aufträge im Big Apple hat.

Wie er Bildkompositionen betrachtet führt er anhand des Beispiels einer Kamelkarawane, die er einst fotografierte, aus. Diese sowie weitere Tips (z.B. zum Thema Verschlusszeit) und Anekdoten von Ira Block gibt es im verlinkten Video von Chelsea und Tony Northrup.

Absolut sehenswert für jeden, der sich für Fotografie begeistert.

 

 

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